WOHNÜBERBAUUNG "JOHANNES-HIRT-STRASSE", WÄDENSWIL ZH, STUDIENAUFTRAG 1. RANG

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WOHNÜBERBAUUNG "JOHANNES-HIRT-STRASSE", WÄDENSWIL ZH, STUDIENAUFTRAG 1. RANG

Topographie

Die topographisch spektakuläre Lage an der vom See aufsteigenden  Hangkante prägt den Ort und macht die grösste Baulandreserve in Au zum erstklassigen Logenplatz am See.

Städtebau

In die grosszügige offene Bauparzelle mit ausgezeichneter Aussicht auf den See wird entsprechend der Topografie, auf der See zugeewandten Seite, eine Reihe Doppeleinfamilienhäuser erstellt, welche die Hangkante  nachzeichnen. Die durch diese Hangkantenbebauung und  die Strasse begrenzte Seeterrasse wird regelmässig durch turmartige Punktbauten besetzt.
Die städtebauliche Grundanordung folgt dem Gedanken des Zonenplans und übernimmt dessen Längsteilung der Parzelle, sowohl im Grundriss wie auch im Schnitt.

Erschliessung

Die Erschliessung folgt dem Grundgedanken, die bestehende Infrastruktur optimal zu nutzen. Die Fahrerschliessung erfolgt vollständig durch überdeckte Sammelgaragen, die direkt an die Johannes-Hirtstrasse angeschlossen sind. Es ist weder der Ausbau des Toblerweges noch sind Strassenneubauten notwendig.
Die Fussgängererschliessung erfolgt an verschiedenen Stellen an der Johannes-Hirtstrasse, des Mitteldorf- und des Toblerweges und verbindet diese in einer der Gebäudeformen angelehnten geschwungenen Geometrie  miteinander.Die Wegführung erfolgt eingebettet in die Umgebungsgestaltung über ein neu zu schaffendes Wegnetz, welches dem Grundgedanken 'des kürzesten Weges' folgt. Die Breite und Beschaffenheit der Wege ist entsprechend der notwendigen Nutzung als Notzufahrt (Asphalt), Fusswegverbindung (Chaussierung) oder Trampelpfad (einzelne Steinplatten) definiert.

Aussenraum/Wegnetz

Analog der geometrischen Struktur eines Nervensystems, welches verschiedenartige Zellen miteinander verbindet, werden die Mehrfamilienhäuser mit den dazugehörigen privaten Aussenräumen und den Gemeinschaftsflächen, durch ein System aus geschwungenen Wegen erschlossen.
An den Wegkreuzungen liegen verschiedene Gemeinschaftsflächen, welche auf unterschiedliche Nutzungen ausgerichtet sind und entsprechend möbliert bzw. ausgestattet und mit mehrstämmigen Birken bepflanzt werden. (Speilmöglichkeiten für Kinder verschiedener Altersgruppen, Sitzgelegenheiten und Aufenthalt). Die Gestaltung dieser nicht intensiv genutzten Bereiche der Anlage beschränkt sich, in Anlehnung an den heutigen Bestand, auf eine Begrünung mit einer Blumenwiese und einzelnen, frei eingestreuten Bäumen. Geländemulden in ansonsten nicht genutzten Zwischenräumen dienen zur Retention des Dach- und Meteorwassers.

Wohnqualität

Die Anordnung der Baumasse ist im Schnitt so gestaffelt, dass die Häuser von oben nur eingeschossig in Erscheinung treten und dadurch auch den dahinter liegenden Mehrfamilienhäusern den Blick auf den See freigeben. Durch die grosszügigen Abstände zwischen den einzelnen 'Wohnzellen' bleiben Offenheit, Durchlässigkeit und die Aussicht auf den See in einem hohen Mass erhalten.
Die Grundrisse sind so angeordnet, dass jede Wohnung konsequent über Seesicht verfügt und einen süd- oder westseitigen Aussenraum besitzt.

Lifestyle-Appartements 'Johannes-Hirtstrasse'

Die Lifestyle-Appartements in den 'kleebattförmigen' Wohntürmen ermöglichen einer breiten Schicht der angestrebten Zielgruppen ihre Träume zu verwirklichen. Der Schwung der Mehrfamilienhausformen steht für den Schwung im modernem Lebensgefühl. Grosszügig offene Wohnräume und die konsequente Anwendung von bis zum Boden reichenden Verglasungen zu den rundum laufenden Loggien tragen ebenfalls zu diesem Wohngefühl bei.
Die  4½-Zimmerwohnungen mit direktem ebenerdigen Garten oder den grosszügigen Balkonen sollen eine gemässigte bürgerliche Familie ansprechen. In den grosszügig dimensionierten Aussenräumen kann man sich ein gemütliches, glückliches und zufriedenes Familienleben vorstellen.
Die 2½-und 3½ -Zimmerwohnungen in Attika- und Normalgeschossen wenden sich an die postmaterielle Mittelschicht, welcher Ihre Unabhängigkeit besonders wichtig ist. Die 2 ½ Zimmer Gartenwohnung wendet sich an an ältere Arrivierte welche eher konservativ eingestellt und erdverbunden sind.

Flexibilität

Der flexible Grundriss lässt eine anzahlmässig präzise Ausrichtung auf die angestrebten Zielgruppen zu. Selbst nach Baubeginn lässt sich innerhalb der Gebäudehülle der Wohnungsmix steuern.
Sollte sich der Bau von Alterswohnungen anbieten, lässt sich mit der Anordnung von 4 Wohnungen auf einem Grundriss der Kleinwohnungsanteil steigern und im Erdgeschoss auch die notwendigen zusätzlichen Installationen ermöglichen. Im Speziellen würde sich der Gebäudekörper an der südöstlichen Grundstücksecke in der Nähe des Kindergartens dafür eignen.

Designer-Häuser 'An der Kante'

Die Einfamilienhäuser sind ausgerichtet auf gut situierte Postmaterielle welche möglicherweise  Familie haben und die Früchte Ihrer beruflichen Erfolge ernten können. Die 'Vorzeige-Objekte' an spektakulärer unverbaubaren Lage wenden sich insbesondere an „Stadtflüchtlinge“ um die 50 mit hohem Individualisierungsgrad.

Materialisierungskonzept

Die Konstruktion soll entsprechend der angestrebten Zielgruppe von ökologisch Interessierten in einer  Mischung zwischen konventioneller, kostengünstiger und moderner ökologischer Bauweise ausgeführt werden. Während die Ausführung des Rohbaus in konventiontioneller Massivbauweise erfolgt, soll die Fassade Passivenergie nutzen.
Neben der grossflächigen Verglasungen sind die Mauerwerkstücke mit transparenten Wärmedämmelementen und Fiberglas verkleidet.
So sollte die Ausführung im Minergie P-Standart möglich sein.
Die tiefen Balkone mit zusätzlich aussenliegendem Sonnenschutz schützen im Sommer vor zu starker Sonneneinstrahlung.
Die Geländer sollen bei den Mehrfamilienhäusern die geschwungene Form der Balkone zum Ausdruck bringen und sind als Metallkonstruktion mit gespannten Netzen vorgesehen.

Gebäudetechnik  und Energiekonzept

Aufgrund der Anzahl Wohneinheiten ist die Überbauung geeignet für eine  gemeinsame Heizung mit Wärmecontracting. Im Bereich der Johannes-Hirtstrasse ist eine Heizzentrale für eine Holzschnitzel und/ oder Pelletsheizung vorgesehen. Die Verteilung der Wärme zu den einzelnen Häuser erfolgt über ein Rohrsythem welches in der Tiefgarge unter der Decke kostengünstig angebracht werden kann.
Die kontrollierte Wohnungslüftung ist denzentral pro Wohneinheit vorgesehen. Das Lüftungsgerät kann entweder im Reduit oder aber auch im Bereich der Garderobe positioniert werden.

Statikonzept

Zur Erreichung der energetischen Ziele soll der Rohbau konsequent ohne Wärmebrücken oder kostenintensive 'Schöck-Anschlussarmierung' ausgeführt werden.
Der innere Rohbau ist Ringförmig vom Zentrum abgestützt und lässt so eine grosse Fexibilität in der Raumteilung zu.
Die Balkone werden innen auf isolierte Lager abgestellt und zusätzlich der Aussenkante entlang abgestützt.
Neben den gewünschten energetischen Vorteilen ist damit auch  das Trittschallproblem der Balkone gelöst und die Oberflächen können in rohem Beton belassen werden.