"BOOTSHAFEN", STUDIENAUFTRAG 2. RANG, BOUCHS NW

Home  Ι  Impressum  Ι  Disclaimer  Ι  Suche

"BOOTSHAFEN", WETTBEWERB 2. RANG, BOUCHS NW

Zurückhaltender Eingriff, nur ein Hochbau

Die Konzentration der baulichen Eingriffe auf nur einen Hochbau und eine effiziente Bootsplatzanordnung ermöglicht eine grosszügige und zugleich landschaftlich gut integrierte Anlage.
Neu bietet der Hafen Platz für 301 Boote. Davon sind 279 Plätze ohne Einschränkung auch für Segelboote geeignet. Die Liegeplätze der grossen Boote sind an der Aussenmole platziert.

Bereicherung für den beliebten Seeweg

Der Seeweg wird entlang der Hafenbecken geführt. Die Erstellung einer aufwändigen Brücke entfällt. Zudem wird der Weg durch verschiedene neugeschaffene  Orte bereichert. Spaziergänger können direkt von der neu entstandenen Hafenatmosphäre profitieren.

Durchgehende Landschaft

Aufgrund der offenen Wiesenflächen und der umgebenden naturräumlichen Elementen entsteht der Eindruck von einer Hafenanlage “in der Landschaft“. Diese vorteilhafte Ausgangslage wird mit einfachen gestalterischen Mitteln unterstützt und verstärkt.
Die Ausrichtung des neu angelegten Boothafens und des Hafengebäudes gewährleistet eine Verzahnung mit der grosszügigen Landschaft des Seebeckens. Dabei wird erreicht, dass die räumliche Offenheit der Gesamtanlage verbessert werden kann. Entsprechend sind im ganzen Hafen Raum- und Sichtbezüge auf den See und die Berge gegeben.

Seeuferweg - Hochwertige neue Freiräume

Der Seeuferweg verläuft als verbindendes Element unmittelbar am Hafenbecken entlang. Die begleitenden malerischen Einzelbäume und Baumgruppen werden als Thema aufgegriffen und im Hafen weitergeführt. Das geschäftige Treiben auf den Booten ist eine attraktive Abwechslung auf dem Spaziergang der Erholungssuchenden, Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein.

Zurückhaltende Materialisierung

Die Materialisierung der Beläge ist einfach und hält sich im gegebenen landschaftlichen Kontext zurück:

  • Asphalt für die Erschliessungsfläche
  • Schotterrasen für die Standplätze und Flächen direkt am Hafen
  • Holzbelag für die Vorzone Hafengebäude

Sicherheit vor Vandalismus

Der Zugang zu den Liegeplätzen erfolgt bei den Innenplätzen über Schwimmstege mit Brückenabgängen sowie bei den Aussenplätzen (Aussenmole) über eine Abtreppung. Sämtliche Steg- und Molenzugänge können bei Bedarf mit einem Tor abgeschlossen und so vor unberechtigtem Zugang geschützt werden.

Konstruktion

Die Grundstruktur des Baukörpers beruht auf fünf quer zur Hafenanlage gerichteten Schoten in Ortbeton. Auf ihnen ruht das obere Geschoss, welches ebenfalls in Ortbeton gehalten ist und dem Wohnen dient.

Wohnungen mit See- und Bergsicht

Die Ausrichtung des Baukörpers parallel zur Uferlinie ermöglicht neu jeder  Wohnung den Ausblick zum See und zu den Bergen. Die Schoten schaffen Durchlässigkeit  und gewähren den Bezug von der Strasse zum Hafen. Sie erlauben eine flexible Aufteilung der Nutzungen im Erdgeschoss.
Der gesamte Sockel ist mit raumhohen Ständerwänden mit einer Verkleidung aus Streckmetall eingefasst. Im Bereich der Lagerräume für Material und für Kanus  lassen sich diese zur Seite schieben. Wo Nutzungen der Hafenverwaltung und des Wassersportzentrums eine klimatische Trennung erfordern, liegt hinter der  Verkleidung aus Metall eine Ebene aus raumhohen Verglasungen. Die Böden und Decken dieser Bereiche sind jeweils mit einer Wärmedämmung versehen. Das  Obergeschoss wird 2-schalig ausgeführt. Die äussere Schale in Ortbeton ist mit Pigmenten leicht abgedunkelt.

Zentrales Heizsystem mit Seewasser-Wärmepumpe

Das Energiekonzept sieht eine zentrale Heizanlage vor. Die dafür eingesetzte Wärmepumpe kann das Seewasser nutzen. Dies ermöglicht einen hohen Wirkungsgrad.